Digitalförderung Buchbranche

Teilnahmebedingungen

Die Fördermaßnahme soll die Digitalisierung der Kommunikations- und Vertriebswege – von der Anschaffung zeitgemäßer Software über die Einrichtung von benutzerfreundlichen Webshops bis zu entsprechenden Auftritten in sozialen Medien ermöglichen. Konkret gehören dazu:

  • Externe Erstellung oder Aktualisierung von individuellen Webshops, Webseiten, Social-Media-Accounts, Newslettern oder Apps
  • Externe Kreation und Erstellung von digitalen Werbe- und Promotionsformaten (z.B. Banner, Ads, Videos)
  • Externe Beratungen und Schulungen zum Einsatz digitaler Kommunikations- und Distributionsmöglichkeiten
  • Externe Kosten für beispielsweise Online-Lesungen & digitale Veranstaltungen

Förderbar sind

  • laufende Projekte
  • neue Projekte

 

die ab dem 15.3.2020 begonnen und noch nicht abgeschlossen wurden. Es ist eine Einreichung für eine Förderung bis längstens 31. März 2021 möglich.

Eine Umsetzung laufender und/oder neuer Projekte muss bis längstens 30. Juni 2021 erfolgen.

  • IT- & Telekommunikations-Hardware (Server, Smartphones, Tablets, Screens etc.)
  • Standard-Software für die allgemeine Bürotätigkeit (Beispiel Warenwirtschaftssysteme)
  • TV-, Internet-, Telefon-Anschlüsse
  • Kosten für Mediabuchungen und Werbeschaltungen (bei Suchmaschinen, sozialen Medien oder ähnliches)
  • Büro- und Betriebsanlagen (Frankier- und Kuvertieranlagen, Packmaschinen, Rollwägen etc.)
  • Eigenleistungen & Personalkosten
  • bereits abgeschlossene Projekte

Alle aktiven Teilnehmer an der österreichischen Buchbranche, die selbständig mit einer eigenen niedergelassenen Adresse in Österreich tätig sind.
Der Fördernehmer darf sich in keinem laufenden gerichtlichen oder außergerichtlichen Insolvenz- oder Sanierungsverfahren befinden.
Mindestens 50% des letztjährigen Umsatzes muss aus der Geschäftstätigkeit in der Buchbranche stammen. Präferiert sind gewerbliche Unternehmen mit stationärer Tätigkeit Buchverlag, Buchverkauf, Zwischenbuchhandel. Unternehmen, an denen die öffentliche Hand signifikant beteiligt ist, können die Förderung nicht in Anspruch nehmen.

Bei verbundenen Unternehmen (Beispiel Buchverlag und -handel) und/oder bei mehrfachen Gesellschaftsformen kann nur ein Antrag für alle verbundenen Unternehmen und/oder für alle Gesellschaftsformen gestellt werden. Für Evaluierung und Öffentlichkeitsarbeit stellen Fördernehmer auf Anfrage dem HVB und dem BMKOES Text-/Bildmaterial zu den Projektergebnissen (keine vertraulichen Unternehmensdaten) unentgeltlich zur Verfügung.

Bis zu 75% der Gesamtkosten eines Projektes können gefördert werden, jedoch liegt die maximale Fördersumme pro Antrag bei 5.000 Euro. Der Eigenkostenanteil von mindestens 25% darf keine eigenen Personalkosten enthalten.

Die Mindesteinreichung muss 500 Euro betragen. Jedes Unternehmen darf nur einen Projektantrag einreichen. Die Eigenleistung kann nicht durch Zuwendungen staatlicher Dritter erbracht werden. Eine Kumulierung mit anderen Förderprogrammen ist nicht möglich. Die Mittel der „Digitalförderung Buchbranche“ stehen nur einmalig zur Verfügung.

Der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels (HVB) übernimmt die zentrale Koordination und Abwicklung des Verfahrens. Die Entscheidung über eine Vergabe erfolgt anhand der Kriterien durch einen Fachbeirat. Die Vergabe der Fördermittel ist nicht an eine Verbandsmitgliedschaft beim HVB geknüpft. Die Auszahlung der Fördermittel erfolgt direkt vom HVB. Es besteht kein Anspruch auf diese oder weitere Förderungen. Die Zuwendungen stehen unter dem Vorbehalt etwaiger Budgetänderungen des Fördergebers BMKOES.

Die Bearbeitung der Anträge und Ausreichung von Fördermitteln (Zuwendung) erfolgt nach dem first-come-first-serve-Prinzip, das bedeutet nach der zeitlichen Reihenfolge der (vollständigen) Antragstellung. Eine Antragsstellung ist möglich, bis die gesamten Fördermittel in Höhe von 200.000 Euro vergeben wurden, längstens jedoch bis zum 31. März 2021.

Nach Abschluss des Projekts, spätestens aber bis 15. Juli 2021, ist Folgendes unaufgefordert an foerderung@hvb.at zu senden: Ablaufbeschreibung des abgeschlossenen Projekts, erhaltene Fördersumme, Kopie der bezahlten Rechnungen, Links zu den relevanten Online-Aktivitäten (falls zutreffend), vollständige und detaillierte Einnahmen-und Ausgabenaufstellung des geförderten Projekts unter Aufschlüsselung der einzelnen Förderungen aus öffentlicher Hand und Sponsorenbeiträgen. Die Aufstellung soll dem Schema der Budgetierung exakt folgen und einen unmittelbaren Soll-Ist-Vergleich zwischen Budget-und Abrechnungszahlen ermöglichen. Die Richtigkeit und Vollständigkeit der Aufstellung ist durch die Unterschrift des Förderungsnehmers bzw. eines vertretungsbefugten Organs des Förderungsnehmers zu bestätigen.

Bei Nichterbringung der Unterlagen oder der Nichtumsetzung der geförderten Maßnahme in den geplanten Zeiträumen kommt es zur Rückforderung der ausbezahlten Förderung.

Der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels überbindet den Projektpartnern vertraglich 10 Jahre Durchgriffsrecht für BMKÖS für ggf. Kontrolle von Einzelrechnungen. Die saldierten Originalbelege aller Einnahmen und Ausgaben sind im gesetzlich vorgeschriebenen Zeitraum von zehn Jahren für eine eventuelle Überprüfung durch Organe des Bundes und der EU aufzubewahren.

Diese Unterlagen sind erforderlich:

  • Ausgefüllter Förderantrag mit Antragssumme
  • Nachweis über die veranschlagten Kosten des Digitalisierungsvorhabens (z. B. Kostenvoranschlag, Angebote, andere Art der Preisermittlung)
  • Handelsregisterauszug (nicht älter als 1 Jahr) oder Gewerbeschein